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Das 80/20-Prinzip im Training – was wirklich wichtig ist

  • Autorenbild: Jonas
    Jonas
  • 15. Dez. 2025
  • 5 Min. Lesezeit
Mann macht Grundübung zu Hause – 80/20-Prinzip für maximale Trainings-Effizienz
Kniebeugen. Push-ups. Plank. Das sind die 20%, die 80% bringen.

Du trainierst 10 verschiedene Übungen.

8 davon bringen fast nichts.

2 davon liefern 80% deiner Ergebnisse.


Das ist das Pareto-Prinzip.

Auch bekannt als 80/20-Regel:


80% deiner Ergebnisse kommen aus 20% deiner Aktivitäten.


Die Fitness-Industrie verkauft dir das Gegenteil:

"12-Wochen-Transformations-Programm mit 47 Übungen!"

"Spezialisierte Routinen für jeden Muskel!"


Bullshit.

In Wahrheit brauchst du eine Handvoll Basics.

Der Rest ist Ablenkung.

Willkommen beim 80/20-Training.




Was ist das Pareto-Prinzip?

Das Pareto-Prinzip wurde vom italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto entdeckt.

Er beobachtete:

80% des Landbesitzes in Italien gehörten 20% der Bevölkerung.


Das Prinzip zieht sich durch alles:

  • 80% deines Umsatzes kommen von 20% deiner Kunden

  • 80% deiner Produktivität passiert in 20% deiner Arbeitszeit

  • 80% deiner Kleidung trägst du 20% der Zeit


Und beim Training?

Das Pareto-Prinzip im Training zeigt: 80% der Ergebnisse stammen aus ca. 20% der Trainingsinhalte. Fokus auf wenige hochwirksame Basics schlägt komplexe Programme.

80% deiner Fitness-Ergebnisse kommen aus 20% der Übungen.

Die Frage ist:

Welche 20%?




Die 20% im Training – was wirklich zählt


Compound-Übungen > Isolationsübungen

Vergiss Bizeps-Curls.

Vergiss Beinstrecker-Maschine.

Vergiss Crunches.


Was funktioniert:

Übungen, die mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainieren.


Die Big 5:

  1. Kniebeugen (Beine, Core, Rücken)

  2. Push-ups (Brust, Schultern, Trizeps, Core)

  3. Plank (Core, Schultern, Stabilität)

  4. Burpees (Ganzkörper, Cardio)

  5. Ausfallschritte (Beine, Balance, Core)


Diese 5 Übungen trainieren buchstäblich den ganzen Körper.

Warum sie die 20% sind:

  • Mehr Muskeln aktiviert = mehr Kalorien verbrannt

  • Funktionelle Bewegungen = Alltagstransfer

  • Keine Maschinen nötig = überall machbar

  • Hohe Intensität möglich = maximale Anpassung


Eine Studie zu effizienten Übungen belegt: Fokus auf wenige Grundübungen mit progressiver Steigerung liefert mehr Ergebnisse als komplexe Isolations-Programme.

In Wahrheit ist alles andere Detail-Optimierung.

Detail-Optimierung bringt die letzten 20%.

Aber du brauchst erst die ersten 80%.



Progressive Overload > Programm-Hopping

Trainingsfortschritt dokumentieren – progressive Overload wichtiger als Programm-Wechsel
Heute 10 Kniebeugen. Nächste Woche 12. Das ist Fortschritt.

Die meisten wechseln alle 4 Wochen das Programm.

"Muscle Confusion!"

"Variation ist wichtig!"


Falsch.


Was wirklich wichtig ist:

Progressive Overload.

Das bedeutet:

Jede Woche ein bisschen mehr.

  • Woche 1: 10 Kniebeugen

  • Woche 2: 12 Kniebeugen

  • Woche 3: 15 Kniebeugen

  • Woche 4: 15 Kniebeugen mit Pause am tiefsten Punkt


Das ist die 20%-Aktivität.

Nicht das neueste Workout-Programm.

Sondern: Kontinuierliche Steigerung der gleichen Basics.


Der 80/20-Ansatz für Performance empfiehlt: Fokus auf Key-Übungen mit maximalem Übertrag statt Detail-Optimierung bei Nebenübungen.

In Wahrheit ist Variation Ablenkung.

Für die ersten 6 Monate brauchst du:

Gleiche Übungen.

Jede Woche ein bisschen mehr.

Fertig.



Konsistenz > Intensität

Was ist besser:

  • Einmal pro Woche 2 Stunden "Killer-Workout"?

  • Oder 10 Minuten täglich?


Die meisten sagen: "2 Stunden."

In Wahrheit gewinnt tägliche Konsistenz.


Tägliche kurze Einheiten bauen mehr Gewohnheit auf und liefern langfristig bessere Ergebnisse als seltene Marathon-Sessions.


Warum?

Konsistenz baut neuronale Pfade.

365 Starts pro Jahr = automatische Gewohnheit.

52 Starts pro Jahr = jedes Mal Überwindung.


Die 20%-Aktivität ist nicht die härteste Session.

Die 20%-Aktivität ist tägliches Erscheinen.

Auch wenn's nur 5 Minuten sind.




Die 80% – was du weglassen kannst


Spezial-Equipment

Du brauchst keine:

  • Ab-Roller

  • Resistance Bands

  • Kettlebells

  • Fancy Yoga-Matte

  • Fitness-Tracker


Was du brauchst:

Deinen Körper.

Eine Matte (optional).

Fertig.


In Wahrheit ist Equipment oft Prokrastination.

"Ich trainiere, sobald ich die richtige Ausrüstung habe."

Dann trainierst du nie.



Komplizierte Übungen

Turkish Get-Ups.

Pistol Squats.

Muscle-Ups.


Impressive? Ja.

Nötig? Nein.


Diese Übungen sind die 80%.

Sie bringen Detail-Verbesserung.

Aber nur, wenn die Basics bereits sitzen.


Für 99% der Menschen:

Kniebeugen > Pistol Squats.

Einfach.

Effektiv.

Überall machbar.



Stack 3: Kinder im Bett → 2 Minuten Stretching

After I put my kids to bed, I will stretch for 2 minutes.


Warum das funktioniert:

Fester Tagespunkt.

Du bist sowieso im Wohnzimmer.

2 Minuten Stretching = Übergang zur Abendruhe.

Fühlt sich wie Belohnung an.



Zu viele Übungen pro Workout

Typisches Fitness-Programm:

"12 Übungen, 3 Sätze, 10 Wiederholungen."


Das sind 360 Wiederholungen.

In einem Workout.


Vergiss das.


Was funktioniert:

3-5 Übungen. Fertig.

Beispiel 10-Minuten-Workout:

  1. Kniebeugen (2 Min)

  2. Push-ups (2 Min)

  3. Burpees (2 Min)

  4. Plank (2 Min)

  5. Ausfallschritte (2 Min)


Fertig.


Mehr brauchst du nicht.

Diese 5 sind die 20%.

Die anderen 30 Übungen aus dem Fitness-Magazin?

Die 80%, die fast nichts bringen.



Das 80/20-Workout – konkrete Umsetzung


Die 20%-Übungen für Zuhause:

1. Kniebeugen

  • Trainiert: Beine, Gesäß, Core, Rücken

  • Varianten: Normal, Sumo, Jump Squats

  • Warum 20%: Größte Muskelgruppen aktiviert


2. Push-ups

  • Trainiert: Brust, Schultern, Trizeps, Core

  • Varianten: Normal, Wide, Diamond, Incline

  • Warum 20%: Oberkörper-Compound-Bewegung


3. Plank

  • Trainiert: Core, Schultern, Stabilität

  • Varianten: Normal, Side Plank, Plank mit Beinheben

  • Warum 20%: Beste Core-Übung, funktionell


4. Burpees

  • Trainiert: Ganzkörper, Cardio

  • Varianten: Normal, Half Burpee, Burpee mit Push-up

  • Warum 20%: Maximale Intensität, maximaler Kalorienverbrauch


5. Ausfallschritte

  • Trainiert: Beine, Balance, Core

  • Varianten: Vorwärts, Rückwärts, Walking Lunges

  • Warum 20%: Unilateral (trainiert Balance), funktionell



Das 80/20-Prinzip im Wochenplan:

Nicht: 7 verschiedene Workouts pro Woche.

Sondern: 2-3 Workouts, mehrfach wiederholt.


Beispiel:

Workout A (Mo, Mi, Fr):

  • Kniebeugen

  • Push-ups

  • Plank


Workout B (Di, Do, Sa):

  • Burpees

  • Ausfallschritte

  • Plank


Sonntag: Pause oder leichtes Stretching.


Das war's.


Gleiche Übungen.

Jede Woche ein bisschen mehr.

Progressive Overload.


In Wahrheit ist das alles, was du brauchst.

Die ersten 12 Monate.

Mindestens.



Die 3 System-Fehler beim 80/20-Training


❌ Fehler 1: Zu früh Variation suchen

"Nach 4 Wochen wird's langweilig. Ich brauche neue Übungen."


Das Problem:

Du springst ab, bevor Progressive Overload wirkt.

Neue Übungen = neuer Start bei Null.


Vergiss das.


Mindestens 12 Wochen gleiche Übungen.

Erst dann hast du die 80% ausgeschöpft.



❌ Fehler 2: Detail-Optimierung vor Basics

"Ich muss erst die perfekte Form lernen."

"Welcher Winkel ist optimal für Push-ups?"


Das Problem:

Du optimierst Details, bevor die Basics sitzen.


Die Wahrheit:

Mach 100 Push-ups mit "gut genug" Form.

Dann optimiere.

Nicht umgekehrt.



❌ Fehler 3: Zu viele Übungen aus Unsicherheit

"Vielleicht brauche ich doch Bizeps-Curls?"

"Was ist mit Trizeps-Extensions?"


Das Problem:

Du versuchst, alle 100% abzudecken.

Resultat: Überladenes Programm, keine Konsistenz.


Was wirklich wichtig ist:

Die 20% perfekt machen.

Die 80% ignorieren.

Fokus schlägt Vollständigkeit.



✅ Die Lösung:

5 Übungen. 12 Wochen. Progressive Overload. Keine Ablenkung.




80/20 für Busy Dads – der Minimal-Ansatz

Mann zufrieden nach 80/20-Training – maximale Effizienz bei minimaler Zeit
3 Übungen. 10 Minuten. Das reicht.

Du hast wenig Zeit.

Zwei Kinder.

Vollzeit-Job.

Was sind deine 20%?


Die absoluten Basics:

  1. Kniebeugen (2 Min)

  2. Push-ups (2 Min)

  3. Plank (1 Min)


Fertig.


5 Minuten Training.

Jeden Tag.


Die Studie zu Exercise Snacks & Health Markers zeigt:

Kurze Bursts über den Tag verteilt liefern ähnliche Benefits wie längere Workouts – ein kleiner Teil der Tageszeit steht für den Großteil der gesundheitlichen Effekte.


Das sind die 20%, die 80% deiner Fitness liefern.


Progressive Overload:

  • Woche 1: 10 Kniebeugen, 5 Push-ups, 30s Plank

  • Woche 2: 12 Kniebeugen, 6 Push-ups, 40s Plank

  • Woche 3: 15 Kniebeugen, 8 Push-ups, 50s Plank


Nach 12 Wochen:

Du bist fitter als 90% der Leute.

Mit 5 Minuten täglich.


Das ist 80/20.

Maximaler Output.

Minimaler Input.



Fazit

80% deiner Ergebnisse kommen aus 20% der Übungen.


Die 20% sind:

✅ Compound-Übungen (Kniebeugen, Push-ups, Plank, Burpees)

✅ Progressive Overload (jede Woche ein bisschen mehr)

✅ Konsistenz (täglich > einmal pro Woche)


Die 80% sind:

❌ Isolationsübungen

❌ Komplizierte Bewegungen

❌ Zu viele Übungen pro Workout

❌ Spezial-Equipment


In Wahrheit ist weniger mehr.

Fokus auf das Wesentliche schlägt Vollständigkeit.

Immer.

Das ist Engineering:


Maximaler Output bei minimalem Input.


Nicht "mehr ist mehr".

Sondern: "Weniger, aber richtig".


Bereit für 80/20-Training?


Hol dir den Bierbauch-Burner – die 20%, die 80% bringen.

Nur die Basics. Nur das Wichtige. Maximale Effizienz.


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