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Das „Low-Friction"-System: Wie du Fitness automatisch machst

  • Autorenbild: Jonas
    Jonas
  • 11. Dez. 2025
  • 5 Min. Lesezeit
Ausgerollte Fitnessmatte im Wohnzimmer – Low-Friction-System für automatisches Training
Matte liegt. Equipment bereit. Keine Barriere mehr.

Training ist nicht das Problem.


Die Barrieren davor sind das Problem.


Beispiel:

Du willst trainieren.

Aber die Sporttasche ist nicht gepackt.

Die Klamotten liegen irgendwo.

Das Gym ist 15 Minuten entfernt.


Resultat: Du machst es nicht.

Nicht wegen fehlender Motivation.

Sondern wegen Friction.

Friction = Widerstand zwischen dir und der Handlung.

Das Low-Friction-System eliminiert jeden Widerstand.

Dann passiert Training automatisch.



Was ist Friction? (Das Engineering-Konzept)

Friction ist ein Begriff aus dem Engineering.


Definition: Jeder Widerstand zwischen dir und der Zielhandlung.


Im Training bedeutet das:

  • Equipment suchen müssen → Friction

  • Umziehen müssen → Friction

  • Zur Location fahren → Friction

  • Entscheidungen treffen müssen → Friction

  • Zeit finden müssen → Friction


Jede Friction ist eine Ausstiegs-Möglichkeit.


Stell dir vor:

Du willst ins Gym.

5 Friction-Points:

  1. Sporttasche packen

  2. Ins Auto steigen

  3. 15 Min fahren

  4. Umziehen

  5. Übungen auswählen

An jedem Punkt kannst du abspringen.


"Ach, die Tasche ist nicht gepackt – morgen dann."


Morgen wird nie.


Ein Review im World Journal of Advanced Research (2025) zeigt: Umwelt-Cues und entfernte Hürden erhöhen Ausführungshäufigkeit. Sichtbare Cues + niedrige Barrieren = automatisches Verhalten.


In Wahrheit liegt das Problem nicht bei dir.


Es liegt am System.



Die 5 größten Friction-Points beim Training (und wie du sie fixst)


Friction 1: Equipment nicht bereit

Das Problem:

Matte ist eingerollt.

Schuhe im Keller.

Klamotten in der Wäsche.

Resultat: "Heute nicht, ich hab keine Zeit zum Suchen."


Der Fix:

Matte liegt ausgerollt.

Immer.

Sie wird Teil des Raums.

Nicht "ich rolle sie aus, wenn ich trainiere".

Sondern: Sie liegt bereits da.

Du stolperst quasi drüber.

Also machst du 2 Minuten.

Eine Studie der Frontiers in Psychology (2022) zeigt: Stabile Kontexte erhöhen die Automatisierung von Gewohnheiten um 40%. Das bedeutet für dich: Feste Trainingsecke = stabiler Kontext = Training läuft automatisch.


Homeletixx-Tipp:

Die Matte bleibt liegen.

Wenn Besuch kommt, sagst du: "Das ist meine Trainingsecke."

Kein Verstecken. Kein Aufräumen.


In Wahrheit ist das eine bewusste Design-Entscheidung.


Sichtbarkeit = Trigger.

Keine Sichtbarkeit = vergessen.



Friction 2: Zu viele Entscheidungen

Einfacher Trainingsplan mit 3 Übungen – keine Entscheidungen nötig
3 Übungen. Immer gleich. Keine Entscheidung.

Das Problem:

"Was trainiere ich heute?"

"Welche Übungen mache ich?"

"Wie viele Sätze?"

Entscheidungsmüdigkeit.

Am Ende des Arbeitstags hast du keine mentale Energie mehr für Entscheidungen.

Also machst du nichts.


Der Fix:

3 feste Übungen. Immer gleich.

Beispiel:

  1. 10 Kniebeugen

  2. 10 Push-ups (oder Wand-Push-ups)

  3. 30 Sekunden Plank


Fertig.


Keine Variation für die ersten 4 Wochen.

Warum?

Weil Variation = Entscheidung = Friction.

Meta-Analyse der University of Pennsylvania (2018) zeigt: "Wenn-Dann-Pläne" steigern die Trainings-Häufigkeit um 25%. Das bedeutet für dich: Fester Plan eliminiert Entscheidungskosten.


In Wahrheit brauchst du am Anfang keine Abwechslung.


Du brauchst Automatisierung.

Abwechslung kommt später – wenn das System läuft.



Friction 3: Umziehen müssen

Das Problem:

Von Arbeitsklamotten in Sportzeug wechseln.

Das sind 2-3 Minuten.

Klingt wenig?


Es ist eine Barriere.

"Ach, ich bin schon in Jeans – morgen dann."


Der Fix:

Training in Alltagsklamotten.

Bodyweight-Training geht immer.

Keine spezielle Kleidung nötig.

Jeans? Geht.

Hemd? Geht.

Jogginghose sowieso.


Alternative:

Direkt morgens in Jogginghose starten.

Home-Office-Vorteil nutzen.

Keine Umzieh-Barriere = eine Friction weniger.


Was wirklich wichtig ist:

Nicht die perfekte Sportkleidung.

Sondern: Anfangen.



Friction 4: Zeit finden / planen müssen

Das Problem:

"Wann mache ich das heute?"

"Irgendwann zwischen 18 und 21 Uhr."


Resultat: Wird verschoben.

"Irgendwann" = nie.


Der Fix:

Fester Trigger im Tagesablauf.

Nicht "irgendwann heute".

Sondern:

  • Nach dem Zähneputzen

  • Vor der Dusche

  • Nach dem ersten Kaffee

  • Wenn die Kinder im Bett sind


Gleicher Zeitpunkt. Jeden Tag.


Eine Studie der Frontiers in Psychology (2022) zeigt: Kontext-Stabilität macht den Start einer Gewohnheit automatischer. Sobald der Start im Kontext verankert ist, braucht es kaum noch bewusste Motivation.

Kein Kalender-Eintrag.

Kein "Ich muss noch trainieren"-Gedanke.


Es passiert einfach.


Weil der Trigger kommt.



Friction 5: Zu hohe Anforderung

Das Problem:

"30 Minuten Workout."

Das fühlt sich groß an.

An den meisten Tagen hast du keine 30 Minuten.

Also machst du nichts.


Der Fix:

2-Minuten-Regel.

Verpflichte dich nur auf den Start.

Nicht auf die Dauer.

2 Minuten reichen.

Meistens machst du mehr.

Aber selbst wenn nicht: 2 Minuten sind der Sieg.


In Wahrheit ist der Start die Hürde.


Nicht die Dauer.

Deshalb: Minimiere den Start.

Der Rest kommt von selbst.



Low-Friction-Setup: Dein optimales System

So sieht dein Zero-Friction-System aus:


Checkliste für minimalen Widerstand:

Equipment liegt bereit – Keine Suche nötig

Feste Übungen – Keine Entscheidung

Fester Trigger-Punkt – Keine Planung

Keine Umzieh-Notwendigkeit – Training in Alltagsklamotten

Minimale Verpflichtung – 2 Min ist genug


Je mehr Punkte du abhakst, desto automatischer läuft es.

Ziel: Null Friction.

Training ist der Weg des geringsten Widerstands.

Nicht Couch.

Nicht Handy.

Training.

Weil alles andere mehr Aufwand wäre.



Beispiel-Routine: Zero-Friction-Training für Busy Dads

Mann in Trainingsecke mit ausgerollter Matte – Low-Friction-System funktioniert
06:35 Uhr. Matte liegt da. Training passiert automatisch.

So sieht es konkret aus:

06:30 Uhr: Aufstehen, Zähneputzen

06:35 Uhr: Matte liegt schon da → 10 Kniebeugen, 10 Push-ups, 30s Plank

06:37 Uhr: Duschen


Keine Entscheidung getroffen.


Keine Barriere überwunden.

Kein "Soll ich?"-Moment.


Es ist einfach passiert.


Weil das System keinen Widerstand bietet.

Das ist Low-Friction.



Die 3 System-Fehler beim Low-Friction-Setup


❌ Fehler 1: Zu viel Equipment anschaffen

"Ich kaufe mir Hanteln, Kettlebell, Resistance Bands..."


Das Problem:

Mehr Equipment = mehr Entscheidungen = mehr Friction.

"Welches Equipment nutze ich heute?"

Zu viel Auswahl lähmt.


Vergiss das.


Minimales Setup: Matte. Fertig.

Später kannst du Equipment ergänzen – wenn das System läuft.



❌ Fehler 2: Perfekte Trainingsecke wollen

"Ich brauche erst den perfekten Raum / die beste Beleuchtung / den idealen Boden."


Das Problem:

Perfektion = Ausrede, nie anzufangen.


In Wahrheit:

Jede Ecke funktioniert.

Wohnzimmer. Schlafzimmer. Küche.

Hauptsache: Die Matte liegt da.



❌ Fehler 3: Matte nach jedem Training einrollen

"Ich räume auf, dann sieht es ordentlich aus."


Das Problem:

Einrollen = Friction für morgen.

Morgen musst du sie wieder ausrollen.

Das ist eine Barriere.


Was wirklich funktioniert:

Matte bleibt liegen.

Sie ist Teil des Raums.

Wie ein Sofa.

Du stellst das Sofa auch nicht jeden Tag in den Keller.



✅ Die Lösung:

Minimales Setup. Matte bleibt liegen. Keine Perfektion. Nur Funktion.



Friction-Check: Ist dein System wirklich Zero-Friction?


Teste dein System mit diesen Fragen:

Frage 1: Kann ich in 10 Sekunden starten?

  • Ja → Zero-Friction ✅

  • Nein → Friction identifizieren und eliminieren


Frage 2: Muss ich irgendwas suchen / vorbereiten?

  • Nein → Zero-Friction ✅

  • Ja → Equipment bereit legen


Frage 3: Muss ich Entscheidungen treffen?

  • Nein → Zero-Friction ✅

  • Ja → Festen Plan definieren (3 Übungen, immer gleich)


Frage 4: Muss ich mich umziehen?

  • Nein → Zero-Friction ✅

  • Ja → In Alltagsklamotten trainieren


Frage 5: Weiß ich genau, wann ich trainiere?

  • Ja → Zero-Friction ✅

  • Nein → Festen Trigger definieren


Wenn du 5/5 mit "Ja" / "Zero-Friction" beantwortest:

Dein System funktioniert.


Wenn nicht: Identifiziere die Friction-Points und eliminiere sie.

Einen nach dem anderen.



Fazit

Training ist nicht das Problem.


Die Barrieren davor sind das Problem.


Das Low-Friction-System eliminiert jeden Widerstand:

✅ Equipment liegt bereit

✅ Keine Entscheidungen

✅ Fester Trigger

✅ Keine Umzieh-Notwendigkeit

✅ Minimale Verpflichtung


Resultat:

Training wird automatisch.

Nicht weil du motiviert bist.

Sondern weil es der Weg des geringsten Widerstands ist.

Das ist Engineering.

Nicht Willenskraft.


Bereit für dein Low-Friction-System?


Die Homeletixx-Matte bleibt liegen – Zero Friction, Maximum Consistency.

Keine Barriere. Keine Ausrede. Nur Training.


bierbauch loswerden abnehmen

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